Montag, 1. Dezember 2014

Meine erste Erinnerung an Viersen....

Meine erste Erinnerung wird wohl aus Mitte der 70er Jahre stammen, als ich drei bis vier Jahre alt war. Aufgewachsen bin ich in Anrath auf einem kleinen Bauernhof und es war bei uns nicht üblich, regelmäßig nach Viersen zu fahren. Dazu fehlte einfach die Zeit.

Trotzdem erinnere ich mich an einige Sonntagsspaziergänge in den Süchtelner Höhen mit der ganzen Familie. Details habe ich natürlich nicht mehr im Kopf. Nur eine Sache: Unsere Route führte immer durch das Wildschweingehege. Ob die Tiere nicht doch hinter Zäunen untergebracht waren oder das Gehege frei zugänglich war weiß ich leider nicht mehr. In meiner verschwommen Erinnerung gehe ich durch ein tiefes Tal und bin davon überzeugt, dass an jeder Ecke ein wilder Wutz lauert. Gewarnt wurde ich von meiner Mutter, die einen berechtigten Respekt vor diesen Tieren hatte. Das Tal wirkte dadurch noch bedrohlicher und dunkler. Trotz allem: Ich genoss meine Furcht, versprach doch jeder Spaziergang ein richtiges Abenteuer mit wilden Bestien werden zu können. Außerdem konnte mir nichts passieren. Mein Onkel versicherte mir, mich beim ersten Anzeichen eines Wildtieres auf einen Baum zu heben. Da wäre ich in Sicherheit. Auf meinem Onkel war Verlass! Zu meiner Enttäuschung bekamen wir nie ein Wildschwein zu Gesicht. Vielleicht waren die Tiere wirklich eingezäunt? Ich kann es ehrlich nicht mehr sagen. Trotzdem hat das Wildgehege in Süchteln einen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen.







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