Dienstag, 9. Juli 2013

Es gibt einen Tag im Jahr, an dem ich niemals nie radfahre.

Und zwar am Radwandertag. Das ist der Tag, an dem Menschen, die ansonsten nur das Auto kennen, ihren verstaubten Drahtesel aus dem Keller holen und sich drauf setzen. Wobei sie genau in dieser Minute konsequent alle Verkehrsregeln vergessen. Rote Ampeln? Was bedeuten rote Ampeln noch einmal? Und das Patschehändchen zum abbiegen raushalten,  nicht mit uns. Natürlich muss man an diesem Tag auch mit drei Mann mit 6km/h nebeneinander fahren. Bloß niemanden vorbei lassen! Wie schafft man es eigentlich auf dem Rad bei einer solch niedrigen Geschwindigkeit noch das Gleichgewicht zu halten und nicht andauernd runter zu plumpsen? Ich weiß es wirklich nicht.

Erkennen kann man diese Radfahrer leicht. Sie haben meistens einen hochroten Kopf von der Sonne (da man als Autofahrer nur selten Sonnencreme benutzt vergessen sie es auch an einem solchen Tag) und die Zunge hängt ihnen bereits mittags  aus dem Hals, da sie die Anstrengung nicht gewohnt sind und sich hoffnungslos verausgabt haben.

Noch ein Hinweis an die Gelegenheitsradfahrer: Nein, Ihr habt nicht mehr die gleichen PS wie mit
Eurem SUV und seit auch nicht mehr so schnell. Also vorsichtig die Straße überqueren, die Knautschzone fehlt Euch nämlich auch.

Heute sitzen diese Leutchen wieder in ihren PKWs und machen mir das Leben schwer.

Aber warten wir auf den nächsten Radwandertag.. Dann sitzt ihr auf dem Drahtesel und ich im PKW.



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