Sonntag, 15. Juli 2012

Vorsicht am Niederrhein: Einkauf im Hofladen/Wochenmarkt

Ein Einkauf in einem Hofladen oder einem Wochenmarkt am Niederrhein kann sehr lohnend sein: Meistens ist es günstiger und frischer als in jedem Supermarkt. Man kann aber auch böse auf die Nase fallen.

Das Problem ist folgendes: Die meisten Bauern sind spezialisiert. Sie bauen meistens nur zwei oder drei Gemüsesorten an. Ein Gemüsebauer hat selten Obst und Fleisch im Angebot. Um es trotzdem anbieten zu können, tauschen sich manche Bauern aus. Dem Kunden wird weiterhin regionale Produkte angeboten.

Problem sind die Bauernläden oder Gemüsestände auf dem Markt mit einem sehr umfangreichen Angebot. Herstellen können das die wenigsten. Wie gesagt: Manche kaufen es von ihren Nachbarn dazu. Andere wieder kaufen beim Großmarkt ein.

Viele Kunden fallen auf eine künstlich erzeugte Landidylle herein. Sie sehen ein paar Hühner im Vorgarten scharren, alles wirkt sauber und frisch. Daraus schließen sie dann, es müsste sich auch um ökologische Landwirtschaft handeln. Leider sehen sie die Felder nicht. Bio wird  nur dann angeboten, wenn es auch wirklich drauf steht. Alles andere ist eher Schein als Sein. 

Es ist in Ordnung, konventionell erzeugte Produkte zu kaufen. Aber man sollte es wissen, dass es nicht "gesünder" oder "besser hergestellt" ist, als die Produkte aus dem Discounter. Manchmal finden sich sogar die gleichen Erzeuger im Discounter wie im Hofladen. Für den Niederrhein bedeutet das: Das meiste Gemüse kommt aus den Niederlanden.  

Betrug ist es nicht, was manche Hofläden/Anbieter auf Wochenmärkten machen. Sie schaffen nur eine schöne Einkaufsatmosphäre. Deswegen mein Rat: Nicht sich einlullen lassen. Nachfragen. 

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