Samstag, 12. Mai 2012

Schieweeärpel: Bratkartofffel aus rohen Kartoffel.

Eigentlich wollte ich Bratkartoffel nicht mehr extra erklären. Bratkartoffel ist so einfach, das kann jeder. Auch ohne Anleitung. Dachte ich zumindest. Leider hatte ich Anfang des Jahres ein traumatisches Bratkartoffelerlebnis.

Eine Bekannte besuchte mich. Da ich mich nicht wohl fühlte, bot sie an, zu kochen. Nichts schwieriges. Bratkartoffel. Ich war darüber ziemlich froh, legte mich auf die Couch und schloss die Augen. Bis ein ziemliches Gemaule aus der Küche drang. Meine Bekannte schrie die Bratpfanne an. "Blödes Ding. Alles beibt kleben. Die Kartoffeln werden nicht gar. Was hast du nur für eine *§$% Pfanne".
Ich schaute in das Ding rein.Die Pfanne war nicht heiß genug, dafür aber zu voll und außerdem die rohen Kartoffelstücke zu groß.

Was danach folgte möchte ich nicht schildern. Nur so viel: Mein Hund verzog sich mit eingeklemmten Schwanz ins Schlafzimmer und ich brauche nun auch einen neuen Pfannenwender.

Also fangen wir jetzt ganz einfach noch einmal ganz von vorne an.





Wie mache ich Bratkartoffel aus rohen Kartoffel? Nach dem schälen schneide ich sie in kleine Stücke. Und damit meine ich kleine Stücke. Ich gebe ausreichend Öl in die Pfanne und lasse es ganz heiß werden. Dann kommen die Kartoffelstücke rein. Aber die Pfanne nicht zu voll machen! Anschließend den Deckel drauf und bei kleiner Temperatur fünf Minuten garen lassen. Deckel runter und Gimmie Gummi. Also bei heißer Temperatur braten. Achtung: Es sind Bratkartoffel, keine Rührkartoffel. Also nicht andauernd rumrühren. Nur ab und an mal wenden. Ist der gewünschte Bräunungsgrad fast erreicht, kommt der Speck (nicht zu kleine Fitzelchen nehmen) dazu. Bräunen lassen. Dann die Pfanne ausstellen und die Zwiebel am Schluss dazu. Sonst werden sie schwarz.

Möchte man das ganze noch niederrheinisch haben, isst man es mit Rübenkraut. Jedenfalls hat das meine Uroma immer so gemacht.

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