Donnerstag, 1. März 2012

Die Geschichte von Jack und Rex

Jack war unser erster gemeinsamer Hund. Klar, wir hatten beiden schon Hunde gehabt, aber eben nicht gemeinsam.

Jack kam als Welpe zu uns. Ein Bekannter meines Mannes hatte eine Hündin und nicht aufgepaßt. Schwups, war Jack da. Er war ein süßer, kleiner Kerl. Irgendetwas zwischen Münsterländer und Beagle. Bevor ich jetzt rumschwadroniere, zeige ich einfach ein Bild:




Eines Morgens lag Jack apathisch auf der Couch. Hunde sind schon mal krank, das ist nichts Besonders. Ich renne nicht für jede Kleinigkeit zum Tierarzt. Aber dieses Mal war es anders: Irgendwas stimmte von Grund auf nicht.

Die nächste Woche war für uns sehr dramatisch. Es ging immer wieder zum Tierarzt, dann in die Tierklinik, eine Diagnose gab es nicht. Mal wurde von Rattengift, dann von Zeckenbiss und letztendlich von Krebs gesprochen. Seine Leber versagte und wir mussten ihn gehen lassen. Jack war gerade mal vier Jahre alt.

Plötzlich war da eine Leere. Die wir füllen wollten. Aber nicht mit einem weiteren Welpen. Irgendwie konnten wir Jack nicht einfach "ersetzen" oder "austauschen". Ganz auf einen Hund verzichten wollten wir auch nicht. Nach einigen Wochen kamen wir auf die Idee, einen Hund aus einem Tierheim zu holen, der es schwer haben würde vermittelt zu werden. Einen alten Hund, nur brav sollte er sein. So kamen wir zu Rex. Ein lieber, braver Hund. Aber schon neun Jahre alt, viel zu fett gefüttert und dann hatte er auch noch einen eitrigen Hot Spot.
Ich wußte sofort, dass er unser nächster Hund werden würde. Mein Mann musste noch eine Nacht drüber schlafen.


Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass  Rex und wir in der gleichen Situation steckten. Er hatte unbegreiflicherweise und sehr plötzlich sein Herrchen verloren. Wir unseren jungen Hund.

Seit  vier Jahren begleitet uns Rex. Überall ist er mit von der Partie, besonders auf unseren Reisen. Was als "Notlösung" und "gute Tat" gedacht war, stellte sich als Glücksfall heraus. Er wuchs uns ans Herz. Umgekehrt ist es wohl genauso, er weicht nur ungern von unserer Seite

Doch jetzt ist Rex alt. Richtig alt mit seinen fast 14 Jahren. Es fing an mit Zipperlein und Co. Aber seit über einem Monat geht eigentlich nichts mehr.

Heute haben wir einen wichtigen Tierarzttermin, bei dem sich entscheidet, ob wir auch Rex gehen lassen müssen. Und ich bin unendlich traurig.....



04.03.2012 Nachtrag: Rex ist jetzt leider auch nicht mehr bei uns. 

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