Donnerstag, 9. Februar 2012

Niederrheinische Bratwürste

..das bin ich!

Mann nehme:
Schweinefleisch: Magerabschnitte von der Schulter oder dem Schinken. Fettanteil ca. 20% (möchte man es fettarmer haben, kann man auch einen Teil Rindfleisch nehmen. Achtung: Dadurch wird die Bratwurst auch trockener.)

Dann benötigt man einen manuellen Fleischwolf mit einer 8er oder 13er Scheibe. Bei der gröberen 13er Scheibe wird die Wurst ein wenig trockener beim Braten. Warum einen manuelllen Wolf? Weil bei einem elektrischen das Fleisch bei der Verarbeitung zu warm wird. Entweder muss man es dann mit Eis kühlen oder die Bratwürste sind nicht so haltbar.

Dann wird das Fleisch mit Gewürzen ordentlich gemengt. Dies nimmt einige Zeit in Anspruch, bis die Masse  ordentlich gebunden ist. Mengt man zu kruz, wird das Fleisch grümelig.

Würzung:
Schwarzer Pfeffer, gerne auch grob, nach belieben.
Pökelsalz (auf keinen Fall Jodsalz nehmen)
Muskatnuss oder Muskatblüte, vorsichtig dosieren. Sonst bekommt die Wurst einen unangenehmen Geschmack.

Fünf Minuten ruhen lassen und dann in Schweinedünndärme  abfüllen.

Achtung: Man sollte nur in der kalten Jahreszeit wursten. Dann sind keine Schmeißfliegen mehr da, die das Brät verderben. (Wer isst schon gerne  Fleisch mit Maden? Würg).

Die  Bratwürste können anschließend eingefroren werden oder wie auf dem Bild oben auf Stöcke gezogen  gelagert werden. Dann trocknen sie langsam aus und es entwickelt sich ein leckere luftgetrocknete Wurst. Von Hunden und Katzen fern halten.

Warum eigentlich niederrheinische Bratwurst? Nur in einer sehr kleinen Region wird Muskat in der Bratwurst genutzt. Dafür gibt es andere Gewürze, die in unserer Variante nichts zu suchen haben.

1 Kommentar:

  1. Sehr schön, und ich habe mich schon gefragt, was ich mit der 13er Scheibe meines geerbten Fleischwolfes anfangen soll. Bratwurst selber machen klingt aber auch spannend. Bislang hat es 'nur' für Leberwurst gereicht.

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