Freitag, 20. Januar 2012

Buch: 111 Orte am Niederrhein, die man gesehen haben muß




Etwas zu diesem Buch zu schreiben ist schwer. Weil ich geteilter Meinung bin.

Einerseits finde ich das Buch interessant. Es gibt wirklich viele Dinge, die ich am Niederrhein noch nicht kenne. Kleine Geschichten, Denkmäler etc. Darüber etwas zu lesen ist wirklich spannend.

Auf der anderen Seite: Fahre ich wirklich zu einem Ort, nur um eine Gedenktafel für eine Magd, die ein Käserezept klaute, zu sehen?  Dazu kommt die Einschränkung: Es ist zu 90% nur der nördliche Niederrhein beschrieben. Beim lesen hat man das Gefühl, dass der Autor diese Gegend auch nicht besonders mag.

Mein größter Kritikpunkt ist, dass scheinbar einige Infos  zu ungenau sind. Wir machten uns mit dem Buch auf den Weg in Geldern die Fleuthkulen mit dem Fahrrad zu entdecken. Leider gab es nichts zu entdecken, da man an die Fleuthkulen kaum heran kommt (zumindest nicht mit den Infos die das Buch hergibt). Ebenso bemerkte ich, dass die spärlichen Infos und Beschreibungen meiner direkten Umgebung unvollständig sind. Wenn man sich ein Ziel nach diesem Buch aussucht, sollte man auf jeden Fall im Internet nach recherchieren.

Von daher ist der Sinn des Buches ein bisschen zweifelhaft. Es ist mit 12,90 € nicht gerade billig und hat einen geringen Nutzwert. Ein Reiseführer ist es nicht. Die Anekdoten sind mir mit zu wenig Liebe zum Land geschrieben. Ich persönlich würde es mir höchstens in der Bibliothek ausleihen oder direkt unter Wikipedia mir die Ausflugsorte raussuchen. Das Geld kann man sich sparen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen