Montag, 17. Oktober 2011

Landleben? Warum das denn?

Die Antwort ist eigentlich eine ganz einfache: Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Meine Eltern besaßen einen kleinen Bauernhof mit allen möglichen Tieren wie Schweine, Ziegen, Kaninchen, Pferde etc.  Ringsherum gab es eine Bruchlandschaft, unterbrochen von kleinen Wäldern und Feldern.

Irgendwann als Jugendliche nervte mich das alles. Die Enge, der Zwang sich um die Tiere kümmern zu müssen, die fehlende Abwechslung und und und. In die Stadt wollte ich. Düsseldorf oder Berlin. Zumindest Krefeld. Dazu kam es aber nicht. Meine erste kleine Wohnung  bezog ich mitten im Dorf an einer befahrenen Straße. Und hatte noch nicht einmal nach einem halben Jahr die Faxen dicke. Die nächste Wohnung war dann etwas größer, ruhiger in einem schönen Wohnviertel gelegen, aber in unmittelbarer Nähe einer größeren Stadt.  Ein Auto brauchte ich nicht, abends ging es immer raus, es war eine schöne Zeit. Doch etwas fehlte. Zum wandern oder radeln mussten wir lange fahren, bis wir wirklich im Grünen waren.

Nach einigen weiteren Umwegen kaufen wir uns 2005  ein altes kleines Backsteinhäusschen in einem ganz kleinen Dorf mitten in einem Naturpark. Auch wenn die Bausubstanz in Ordnung war, alles andere musste gemacht werden. Die ersten zwei Jahre waren anstrengend: Eine Komplettsanierung. Danach war noch immer nicht alles fertig, aber wir haben einen Gang zurück geschaltet. Jedes Jahr ein Projekt, sind wir jetzt fast am Ziel angelangt.
(Ich werde über diese Sanierung noch ausführlicher schreiben und auch Bilder einstellen.)

Ich liebe unser Haus. Und ganz besonders mag ich die Aussicht. Wenn ich jetzt aus dem Wohnzimmerfenster blicke sehe ich Felder und einen Wald.



Gehe ich unsere Straße entlang (eine Sackgasse) komme ich in ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit Heide.



Der einzige Nachteil ist, dass ich hier ein Auto brauche. Aber alles kann man leider nicht haben. Seufz.

Zu unserem Haus gehört auch ein großer Garten. Den wir leider noch nicht so im Griff haben (Sanierung ging  vor). Wir haben uns entschieden  einen Bongent anzulegen. Dazu noch einen Kräutergarten.  Auch dazu später mehr.

Übrigens: Lt. Gemeinde gilt unser Haus als "Bauernhof". Es exestieren sogar noch Ställe für zwei Schweine und ein paar Schafe. Trotzdem muss ich immer über diese Bezeichnung schmunzeln: Von Landwirtschaft könnten wir kaum leben.

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