Sonntag, 30. Oktober 2011

Mein Bongert (Streuobstwiese)

Rheinischer Bohnapfel (vom Naturschutzhof)



Vor fünf Jahren haben wir uns einen Obstbongent angelegt. Die  alten Apfelsorten in meinem Garten haben so wohlklingende Namen wie "Schöner von Elmpt" oder Sternrenette. Aber es gibt auch Kirschen, Mirabellen, Pflaumen, Holunder und Brombeeren in meinem Garten. 

Meine Streuobstwiese liegt mir sehr am Herzen. Zum einen aus nostalgischen Gründen: Die Obstwiese war mein liebster Ort in meiner Kindheit (außer wenn es im Herbst ans aufsammeln der Äpfel ging). Dann bin ich auch noch eine Naschkatze. Frisches Obst direkt vom Baum liebe ich einfach. 

Dieses Jahr trugen die meistens Bäume zum ersten Mal "richtig." Es lohnte sich Obst einzufrieren, Marmelade zu kochen oder Apfelmus zu machen. Auch der eine oder andere Obstkuchen sprang dieses Jahr dabei heraus. 

In der nächsten Zeit werde ich mehr von meinem Bongert berichten. Es ist Pflanzzeit und uns ist ein Baum kaputt gegangen. Im Frühjahr wird wieder geschnitten, zwischendurch die Wiese gemäht und dann natürlich der Höhepunkt des Jahres: Die Ernte.

Als "offizieller Bongert" gelten in NRW übrigens Wiesen mit mindestens 10 Bäumen und 1500qm. Wir erfüllen zwar bald (im Moment fehlt uns noch zwei Bäume) diese Voraussetzungen, aber ich weiß nicht, ob ich meinen Bongent regestrieren lasse. Das hat Vor- aber auch Nachteile. Im Moment ist es nur mein kleines privates Naturschutzprojekt.

Übrigens: Ich habe eine kleine Geschichte für Kinder über die Streuobstwiesen und die dort vorhandene Tierwelt  geschrieben. Diese wurde vom Landwirtschaftsverlag Münster (u.a. Landlust) veröffentlicht. 

 Das Buch heißt
"Neue Storys von Mistgabeln & Co." und Ihr findet es bei Amazon.


kein besonders gutes Foto..... nächstes Jahr im Frühjahr
gibt es bessere







Zitat:" Die Streuobstwiese, regional auch Obstwiese, Obstgarten, Bitz oder Bongert genannt, ist eine traditionelle Form des Obstbaus, in Unterscheidung zum Niederstamm-Obstbau in Plantagen. Auf Streuobstwiesen stehen hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. Streuobstwiesen sind meist charakterisiert durch eine Bewirtschaftung ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel. Auf extensiv bewirtschafteten Streuobstwiesen komplettiert je nach Artenzusammensetzung, Standortfaktoren und Zweitnutzung (Weide, Wiese, Acker) eine artenreiche Tierwelt (Fauna) die Lebensgemeinschaft (Biozönose). Insbesondere ist die Streuobstwiese ein wichtiger Lebensraum für Vögel und Gliederfüßer (Insekten und Spinnen)." Quelle Wikipedia

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