Sonntag, 18. März 2012

Und sie sprechen doch!

Kennt Ihr diese Wissenschaftsmagazine, in denen einem erklärt wird, dass uns unsere Haustiere nicht verstehen? Wo einem gesagt wird, dass die Kommunikation auf Missverständnisse beruht, auf eine Vermenschlichung des Tieres und wenn man sowieso schon so doof ist mit seiner Katze zu reden, spricht man demnächst vielleicht sogar mit einer Parkuhr?

Mein Kater Louis widerspricht hier mit einem leicht angesäuerten Mauz. Das gleiche Mauz bekomme ich in unterschiedlichen Versionen zu hören, wenn ihm der Ausgang versperrt bleibt, Futter fehlt oder gar das Katzenklo nicht sauber ist. Während das Mauz zum „ich hänge mal wieder in den Gardinen fest" oder „da steht mir ein Hund im Weg" ganz anders klingt. Auch mich verstehen meine Tiere ganz gut: Leckerchen oder Tierarzt sind schon zwei ganz unterschiedliche Begriffe. Vieles hängt natürlich nicht von meinen Worten, sondern von meiner Gestik, Mimik und Körperhaltung ab. Das Hunde Gesichtsausdrücke lesen können, weiß man bereits. Und das sie listig sind, auch. Wenn man die Augen schließt, wissen Hunde, dass man nichts sieht. Und wenn man schläft, weiß auch jede Katze, dass man zur gleichen Zeit sich NICHT ums Futter kümmern kann. Das man dafür wach sein muss und die Katze wird alles dran setzten, diesen Zustand bei einem herzustellen.

Die besten Gespräche habe ich mit meinem Kater Sweepy. Sweepy quatscht gerne. Wie Louis hat auch er verschiedene Ausdrücke drauf, um sein Mißgefallen klar zu machen. Fauchen kommt noch bei ihm hinzu. Aber er ist noch ein bisschen gesprächiger. Sehe ich ihn nach ein paar Stunden Abwesenheit, knupfen wir unsere Köpfe zusammen. Das ist Kätzisch für „Guten Tag". Meistens erzählt er mir in seiner Mauzsprache dann, was so am Tag vorgefallen war. Nach dem letzten Tierarztbesuch mit meinem Mann war er gar nicht mehr zu bremsen. Das Gespräch dauerte eine Stunde. Und wie gesagt: Am Tonfall lässt sich wie beim Menschen schon heraushören, ob es ihm langweilig war oder aufregendes beim Tierarzt passiert ist. Ich vernahme bei ihm eine gewisse Empörung, dass man ihn in den Hintern gepickst hatte. Damit war er gar nicht einverstanden.

Wissenschaftlich gesehen mauzen Katzen in freier Wildbahn selten. Das haben sie sich beim Menschen abgeschaut. Wir sind so laut, da müssen sie um Aufmerksamkeit zu erreichen auch den Mund aufreißen.

Vielleicht bin ich ja ein bisschen spinnert. Auch wenn ich noch nicht mit einer Parkuhr rede. Aber meine kleinen Gespräche mit meinen Tieren sind mir schon wichtig.

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Anmerkung:L Diesen kleinen Text habe ich bereits vor einiger Zeit verfaßt. 

Montag, 12. März 2012

Fastfood Hühnerfrikassee




Eigentlich kein eindeutiges niederrheinisches Gericht. Eher ein Klassiker der deutschen Küche. (Varianten gibt es allerdings auch in unseren Nachbarländern.) Da es aber Hühnerfrikassee bei uns und der Verwandtschaft häufig gab, zähle ich es einfach mal zur lokalen Küche. Und gebe hiermit Omas und Mutters Rezept weiter. Andere Omas und Mütter haben andere Rezepte, die ich hier leider nicht berücksichtigen kann.

Hühnerfrikassee zählt es für mich zum Fastfood. Ich sehe jetzt schon bei einigen Leuten die Köpfe schütteln. Aber es geht wirklich ganz schnell. 


Anmerkung: Da ich nur für zwei Personen koche, mache ich kein ganzes Huhn. Was später das auseinanderrupfen einfacherer macht und das kochen verkürzt. Mag man es fettarm, kann man die Hühnerbrust verwenden. Möchte man lieber einen intensiveren Geschmack geht es auch mit Hühnerbeinen.

Tag 1:
Ich schaue fern. Meine Lieblingsserien. Dr. House, White Collar oder so etwas in der Art. Hauptsache die Serie läuft im Privatfernsehen und es gibt einige Werbepausen. In den Pausen schmeiße ich die Hühnerschenkel in einem Topf mit Wasser (so das sie gerade bedeckt werden). Dazu eine Zwiebel (aufgeschnitten, darin gespickt eine Nelke), ein kleines Lorbeerblatt und ein paar Pfefferkörner. Das ganze lasse ich bei mittlerer Temperatur blubbeln. So eine dreiviertel Stunde lang. Dabei kucke ich weiter fern. Dann mache ich den Topf aus, zupfe das Lorbeerblatt heraus (ist sonst zu intensiv) und stelle den Topf kühl bis zum nächsten Tag. Ich finde, man sollte die Brühe immer einen Tag vorher zubereiten, damit sie noch ziehen kann.



Tag 2:

Ein Teil der Brühe friere ich ein für spätere Gerichte. (Wichtig: Nicht die kostbare Brühe wegschmeißen! Sie ist besser als jeder Brühwürfel). Dann wird das Fleisch rausgefischt und klein gezupft.  In die Brühe kommt je nach gewünschter Kalorienzahl Milch, Sahne oder eine Mischung von beidem.

Nun kommt die große Gewissensfrage wie man weiter vorgeht.

 Hat man keine Zeit und Lust bindet man schnell die Soße mit einem industriellen  Soßenbinder. Dann öffnet man eine Dose Champignons und Spargel und schmeißt beides (bei meiner kleinen Portion eher zur Hälfte) in die Soße. Würzen mit Salz/Pfeffer/Worcestersoße. Wenn es nicht mehr kocht (sehr wichtig, sonst grisselt es!): Mit einem Eigelb abziehen. 

In der Zeit in der man das macht, ist noch nicht einmal der Reis gar, so schnell geht das. Fertig ist das Fastfood.

Halt, nicht so schnell!! Das geht natürlich flott, aber Gourmets raufen sich gerade die Haare. Also noch einmal von vorne. Nein, nicht ganz von vorne. Wir beginnen noch einmal mit der Verarbeitung der bereits fertigen Brühe.

Nur das jetzt statt den Soßenbinder ein klassiche Mehlschwitze (Mehl mit Butter erwärmen und langsam Brühe reingießen) verwenden. 

Der Spargel kommt dann natürlich auch frisch (notfalls tiefgefroren) in die Soße. Muss ca. 20 Minuten mitziehen, damit er gar wird. Natürlich vorher kleinschneiden. 

Die frischen Champingons sind vorher anzudünsten. 



Also ab mit ihnen in die Pfanne....


ein bisschen Wasser dazu, damit sie nicht anbrennen....



sehen sie so aus, ab damit ins Frikassee.

Auch hier das würzen (wie oben) und abziehen mit Eigelb nicht vergessen.

Jetzt sind wir auch mit der Gourmet Version fertig.

Freitag, 9. März 2012

Noch einmal für Dumme: Die Sache mit den Maulwürfen....

Engerlinge fressen Wurzeln an.
Maulwürfe fressen Engerlinge
Maulwürfe zu vernichten, weil man angefressene Wurzeln hat und Pflanzen kaputt gehen ist nur eins


unglaublich dämlich. 


Wühlmäuse sind ein anderes Thema.

Wer aber zig Euro für eine Pflanze ausgibt, sollte nicht zu geizig sein noch ein paar Cent für einen Pflanzkorb draufzulegen. Oder ihn notfalls selbst zu basteln. Aber scheinbar ist es einfacher, Maulwürfe (illegal, die stehen unter Naturschutz) zu vernichten. Auch wenn es totaler Blödsinn ist.

Ich bin wirklich die unbegabteste Gärtnerin auf dieser Erde und selbst ich weiß das.

Mittwoch, 7. März 2012

Bongent: Bäume schneiden

Einjähriger Apfelbaum

Zum beschneiden von Obstbäumen gibt es unendlich viele Philosophien.

Die meisten führen  zum Erfolg. Wichtig ist nur, dass die Obstbäume nicht wuchern. Dann geht die ganze Kraft in die Äste und schmälert den Obstertrag.

In der Regel wählt man die Äste zum abschneiden aus, die nach innen wachsen oder einen generell stören.

Bei uns im Garten ist das schneiden noch sehr einfach, da die Bäume erst zwischen einem und vier Jahre alt sind.

Wichtig ist nur, nicht bei Regen oder Frost zu schneiden. Das kann die Äste zerstören. Bei Feuchtigkeit treten eher Krankheiten in die Schnittstelle ein und Frostschäden an den Ästen schwächt die Bäume zusätzlich.

Ansonsten kann man nicht viel falsch machen. Auch mal einen Ast zu viel weg  nehmen, ist nicht schlimm.

Samstag, 3. März 2012

Streß Muffins

Eigentlich wollte ich hier nur niederrheinische Rezepte oder Hausmannskost veröffentlichen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Durch meine kranken Tiere habe ich im Moment viel Streß. Dadurch geht es mir auch nicht wirklich gut. Eine Ablenkung ist dann das Streßbacken.



Eigentlich habe ich gar nicht großartig nach Rezept gebacken, sondern improvisiert.

Angaben sind jeweils für ein halbes Muffinblech.


Der Teig ist ein einfacher Rührteig:

1 Ei
60gr weiche Butter
40gr Zucker
zusammen rühren und anschließend
80gr Weizenmehl mit Backpulver vermischt reinrühren.





Die dunklen Muffins habe ich nach Art einer Sachertorte gemacht.
Etwas Kakaupulver rein und dann viel Raspelschokolade in den Teig.
Dann eine knappe halbe Stunde bei 175 Grad gebacken.

Für die Glasur habe ich in der Mikrowelle ein bisschen Aprikosenmarmelade mit Raspelschokolade gemischt und warm gemacht. (Nicht zu warm, sonst verbrennt die Schokolade). Dazu noch Puderzucker eingerührt bis die Mischung fest war.

Bei den hellen Muffins
habe ich beim Rührteig einfach die Butter fast weggelassen und stattdessen einen halben Becher fertigen Vanillepudding eingerührt. Dann oben drauf ein paar Streusel Raspelschokolade.



So sah leider hinterher meine Küche aus:

Demnächst gibt es hier wieder traditionelle Rezepte. Sonst macht das mit dem Blog nicht sooo viel Sinn.

Donnerstag, 1. März 2012

Die Geschichte von Jack und Rex

Jack war unser erster gemeinsamer Hund. Klar, wir hatten beiden schon Hunde gehabt, aber eben nicht gemeinsam.

Jack kam als Welpe zu uns. Ein Bekannter meines Mannes hatte eine Hündin und nicht aufgepaßt. Schwups, war Jack da. Er war ein süßer, kleiner Kerl. Irgendetwas zwischen Münsterländer und Beagle. Bevor ich jetzt rumschwadroniere, zeige ich einfach ein Bild:




Eines Morgens lag Jack apathisch auf der Couch. Hunde sind schon mal krank, das ist nichts Besonders. Ich renne nicht für jede Kleinigkeit zum Tierarzt. Aber dieses Mal war es anders: Irgendwas stimmte von Grund auf nicht.

Die nächste Woche war für uns sehr dramatisch. Es ging immer wieder zum Tierarzt, dann in die Tierklinik, eine Diagnose gab es nicht. Mal wurde von Rattengift, dann von Zeckenbiss und letztendlich von Krebs gesprochen. Seine Leber versagte und wir mussten ihn gehen lassen. Jack war gerade mal vier Jahre alt.

Plötzlich war da eine Leere. Die wir füllen wollten. Aber nicht mit einem weiteren Welpen. Irgendwie konnten wir Jack nicht einfach "ersetzen" oder "austauschen". Ganz auf einen Hund verzichten wollten wir auch nicht. Nach einigen Wochen kamen wir auf die Idee, einen Hund aus einem Tierheim zu holen, der es schwer haben würde vermittelt zu werden. Einen alten Hund, nur brav sollte er sein. So kamen wir zu Rex. Ein lieber, braver Hund. Aber schon neun Jahre alt, viel zu fett gefüttert und dann hatte er auch noch einen eitrigen Hot Spot.
Ich wußte sofort, dass er unser nächster Hund werden würde. Mein Mann musste noch eine Nacht drüber schlafen.


Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass  Rex und wir in der gleichen Situation steckten. Er hatte unbegreiflicherweise und sehr plötzlich sein Herrchen verloren. Wir unseren jungen Hund.

Seit  vier Jahren begleitet uns Rex. Überall ist er mit von der Partie, besonders auf unseren Reisen. Was als "Notlösung" und "gute Tat" gedacht war, stellte sich als Glücksfall heraus. Er wuchs uns ans Herz. Umgekehrt ist es wohl genauso, er weicht nur ungern von unserer Seite

Doch jetzt ist Rex alt. Richtig alt mit seinen fast 14 Jahren. Es fing an mit Zipperlein und Co. Aber seit über einem Monat geht eigentlich nichts mehr.

Heute haben wir einen wichtigen Tierarzttermin, bei dem sich entscheidet, ob wir auch Rex gehen lassen müssen. Und ich bin unendlich traurig.....



04.03.2012 Nachtrag: Rex ist jetzt leider auch nicht mehr bei uns. 

Sonntag, 26. Februar 2012

Brennholz

Wer einen Kaminofen hat, braucht logerischerweise Holz.

Bevor man aber anfängt den Ofen vollzustopfen, sollte man sich über einiges bewußt werden und sich gut informieren.

Wie über die Art des verwendeten Holzes. Wir verbrennen als Beispiel kein Nadelholz. Es  hat zu viel Harz und das verrust den Kamin zu stark. Verruste Kamine sind eine Ursache für Brände. Allerdings gibt es Öfen die Nadelholz rückstandlos verbrennen. Ist wohl auch eine Glaubensfrage.

Wie überhaupt mit dem Holz. Ich kenne auch Leute, die jedes Holz außer Eiche ablehnen. Wir sind da flexibler und kaufen auch Buche und Co. dazu.  Andere (wie mein Ehemann) haben großen Spaß daran mit einem Feuchtigkeitsmeßgerät das Holz zu messen. Die Dinger gibt es für ca. 10 € im Baumarkt. Über Sinn- oder Unsinn kann man sich streiten. Nasses Holz zu verbrennen ist auf jeden Fall schlecht für den Kamin.

Holz muss deshalb auch mindestens zwei Jahre gelagert werden, sollte aber auch nicht viel länger gelagert werden. Die Brenneigenschaften verändern sich, wenn es zu lange liegt: Es brennt dann sehr heiß und sehr schnell. Was man eigentlich nicht möchte.

Wer Geld zu verschenken hat, aber es bequem mag, holt es sich wohl aus den Baumarkt. Alle anderen müssen ihr Schüttholz stapeln. Das ist zwar einige Stunden Arbeit, aber ausrechnet, wieviel man gegenüber einer Gas- oder Ölheizung spart: So einen Stundenlohn verdient man nicht so leicht in seinem normalen Job.

Vieles lässt sich detailliert im Internet nachlesen. Ansonsten unbedingt den Schornsteinfeger fragen. Am besten noch vor dem Kauf des Ofen. Er muss ihn sowieso abnehmen und hat die meisten Erfahrungswerte. Bei Verkäufern bin ich immer ein wenig vorsichtig, die erzählen mal gerne etwas, was nicht stimmt. Und schon hat man einige hundert Euro versenkt.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim stapeln!!